txtr beagle: E-Book-Reader für nur 10 Euro vorgestellt

Lederhülle, Speicherkarte, Headset, E-Book-Reader, Netzteil, USB-Kabel. Welcher Begriff passte zumindest bisher nicht in diese Reihe? Richtig: der E-Book-Reader. Doch die deutsche Firma txtr möchte das ändern und Lesegeräte künftig als Smartphone-Zubehör verkaufen.

Dafür stellte txtr auf der Frankfurter Buchmesse den neuen E-Book-Reader beagle vor. Das Gerät weicht in vielerlei Hinsicht von der Norm der Konkurrenten ab:

Zum einen ist es sehr spartanisch ausgestattet. Es hat weder WLAN oder eine Mobilfunkanbindung noch irgendeine Art von Buchse, um etwa per USB-Kabel Daten zu kopieren oder den Akku aufzuladen. Einen Akku besitzt der Reader erst gar nicht. Stattdessen kommen zwei herkömmliche AAA-Batterien zum Einsatz, die das Gerät über ein Jahr mit Energie versorgen sollen. Dabei kommt es natürlich darauf an, wie viele E-Books der Nutzer liest. Der Hersteller geht bei der Berechnung der Laufzeit von 10 bis 15 Büchern pro Jahr aus.

Apropos Bücher: Per Bluetooth vom Smartphone aus gelangen die E-Books auf den beagle. Dafür muss der Anwender allerdings die App von txtr nutzen, die es derzeit nur für Android gibt. Eine iOS-App ist aber zumindest geplant. Das Lesegerät bietet vier Gigabyte Speicherplatz, was für maximal fünf E-Books gleichzeitig reichen soll. Der hohe Platzbedarf des digitalen Lesestoffs erklärt sich damit, dass die einzelnen Seiten noch auf dem Smartphone in Bilddateien umgerechnet werden. Diese benötigen zwar mehr Speicher, allerdings reicht dem beagle zur Darstellung ein Prozessor, der nicht sehr rechenstark sein muss – und das wiederum spart eine Menge Strom.

Ohne Smartphone ist der beagle also mehr oder weniger funktionslos – zumindest wenn es um das Auffüllen mit neuen E-Books geht. txtr bewirbt den Reader daher quasi als zweites Display fürs Smartphone. Da es fünf Zoll groß und mit E-Ink (elektronischer Tinte) betrieben wird, ist es zum Lesen aber viel besser geeignet als ein Smartphone-Bildschirm. Und als Handy-Zubehör soll der beagle denn auch vertrieben werden. Der Hersteller sucht jetzt Mobilfunkanbieter, die den E-Book-Reader zusätzlich zu einem Vertrag anbieten. Kostenpunkt: voraussichtlich nur 10 Euro. Dann wird es künftig neben dem vergünstigen Smartphone auch noch einen E-Book-Reader zum neuen Tarif dazu geben.

Eine gute Geschäftsidee? Eine tolle Möglichkeit, von der ihr Gebrauch machen würdet? Wie ist eure Meinung?

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Fotos: txtr

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3 Antworten auf txtr beagle: E-Book-Reader für nur 10 Euro vorgestellt

  1. Stefan sagt:

    Nette Idee, aber im Grunde geht nichts über ein richtiges bedrucktes Buch in der Hand.
    Ich kann mich an die E-Books einfach nicht gewöhnen. Sei es auf ipad, Kindle, oder sonstigem Reader. Der Flair geht einfach verloren.

  2. Martin sagt:

    Die üblichen Handyverträge laufen über 24 Monate. Verstehe ich die Angabe 10 € so, dass die pro Monat fällig werden? Dann wäre das Gerät völlig überteuert. Aber auch ganz allgemein habe ich keinen Laufzeitvertrag mehr, hat mich von Anfang an gestört und kommt auch nie wieder in Frage.

  3. Martin sagt:

    Danke für die Aufklärung wegen der 10,- €!

    Dann verstehe ich aber immer noch nicht, warum das Teil an einen Handyvertrag gekoppelt werden soll. Damit würde ich z.B. als Kunde nicht in Frage kommen – ebenso wie Millionen anderer Leute, die bereits ein Smartphone haben. Das ergibt keinen Sinn. Der Hersteller könnte den Reader auch über einen Fillialisten (Saturn, Conrad o.ä.) zum subventionierten Preis verkaufen, das würde besser funktionieren. Ich schließe doch keinen neuen Handyvertrag ab, um einen Billig-ebook-Reader zu erhalten. Und vermutlich bin ich nicht der einzige, der so denkt.