Kundenrezension:
Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash-Daddy

Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash-Daddy Wie eine Mafia-Sage liest sich das Buch „Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash-Daddy “ von Adaobi Tricia Nwaubani. Die Autorin erzählt mit viel Einfühlungsvermögen, Humor und Hintergrundwissen die Familiengeschichte einer gebildeten aber armen Familie in Nigeria und den Weg des ältesten Sohnes, Kingsley, zum Reichtum. Zum Geld führt Kingsley sein Onkel „Cash-Daddy“, der Pate, den alle als Kind für dumm hielten. Cash-Daddy ist einer der ganz Großen im Business der Nigeria-Connection und bringt Kingsley bei, wie man die Menschen in Amerika und Europa um ihr Geld erleichtert. Die seltsamen Angebote, wie man schnell und ohne Risiko viel Geld erhalten kann, kommen als E-Mail und landen normalerweise im Spamordner – danach im Papierkorb. Aber nicht jeder erkennt die Betrugsabsicht oder denkt, er sei klüger als die Betrüger. Antwortet man, dann ist man in der Regel bald um viel Geld ärmer und Onkel Cash-Daddy und Kingsley um dieses Geld reicher.

Die psychologischen Tricks und die praktische Durchführung dieses so genannten Scams werden ausgezeichnet beschrieben. Die Autorin hat dazu die Informationen aus erster Hand erhalten. An einer Stelle beschreibt sie, wie Kingsley sich wundert, dass vernünftige Menschen überhaupt auf diese Briefe hereinfallen können.

Wie in jedem guten Krimi gibt es auch Tote. Cash-Daddy stirbt aber nicht durch die Kugeln seiner Businesskonkurrenten, sondern erst, als er in die Politik einsteigt, wird er im Auftrag von Politikern vergiftet. Die Mama von Kingsley ist darüber glücklich, da sie glaubt, dass ihr Sohn nun ein anständiger und ehrlicher Geschäftsmann wird. Kingsley hat aber die Verantwortung für den Clan der Familie übernommen und so folgt er weiterhin den Ratschlägen von Cash-Daddy – er wird der Pate.

Die Autorin beschreibt sehr einfühlsam und witzig die Lebensverhältnisse im heutigen Nigeria. Die politische Situation zwischen dem moslemischen Norden und dem christlichen Süden wird ebenfalls dezent dargestellt. Dass Nord und Süd als Staat von den Engländern in der Kolonialzeit auf Befehl vereint wurden, wird am Rande erwähnt. Die Geschichte der Nigeria Connection ist in Südnigeria angesiedelt. Das ist die Region, in der Ende der Sechziger des letzten Jahrhunderts der „Biafra-Krieg“ geführt wurde.

Das Buch „Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash-Daddy“ ist im Terrashop für 14,90 Euro zu haben.

Über den Rezensenten:
Maxim Pouska ist Journalist und Herausgeber. Seit 1990 interessiert ihn speziell Computer Art. Während seines langjährigen Aufenthalts in Montréal, Québec arbeitete er ebenfalls mit Non-Profit Künstlergruppen im Bereich der Neuen Medien zusammen. Seit 2003 hat er drei Bücher zum Thema „Auswanderung nach Kanada“ geschrieben; das vierte Buch erscheint 2011.

Das Buch „Computer-Werbung von 1935 bis 2010 – Grafik-Design und Kunst“ von Maxim haben wir bereits vor einiger Zeit vorgestellt.

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Eine Antwort auf Kundenrezension:
Die meerblauen Schuhe meines Onkels Cash-Daddy

  1. Marquam sagt:

    Hell yes, i be exclusively destitute of write something like this but didnt be the point regard 1 measure, may i repost this Rezension: be heard of no more meerblauen Schuhe meines Onkels Cash-Daddy | Terrashop-Blog