IPv4 am Ende: Das Internet platzt aus allen Nähten

TCP/IPNoch immer basieren große Teile des Internets auf dem Standard IPv4. Das Problem dabei: Der obersten Vergabestelle für IP-Adressen, der Internet Assigned Numbers Authority (IANA), sind nun die Adressen ausgegangen. Denn das alte Protokoll gibt nur etwa 4,3 Milliarden IP-Adressen her. Das ist mittlerweile viel zu wenigen für all die Internetanschlüsse weltweit – seien es stationäre DSL-, mobile Handy- oder andere Anschlüsse ins Netz. Die letzten Adressen wurden vor wenigen Tagen symbolisch in einem Umschlag an die Vertreter der kontinentalen Vergabestellen ausgeteilt.

Nun muss möglichst schnell und konsequent das Netz der Netze auf IPv6 umgestellt werden. Denn der Vorteil des neuen Protokolls sind unfassbare 340 Sextillionen unterschiedliche Adressen. Genug, um jedem Gerät eine feste Kennung zuzuteilen. Wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit – aber man soll’s ja nicht beschreien. Wer weiß, was noch kommt. Fürs erste (und auch fürs zweite) dürften es aber genug IP-Adressen für den gesamten Globus sein.

TCP/IP-LektüreTCP/IP Studienausgabe
Allerdings fordert die Umstellung von IPv4 auf IPv6 technischen Aufwand und Know-how, besonders bei Internet Service Providern und großen Unternehmen. Wer sich dort und anderswo mit dem Thema „TCP/IP“ beschäftigt, kann zur neuen Studienausgabe des gleichnamigen Buchs greifen. Das Softcover des gleichnamigen Klassikers von Doug Comer erläutert nicht nur IPv6, sondern generell die Konzepte, Protokolle und Architekturen auf denen sowohl das Internet als auch viele private Netze basieren. Dazu gehören auch Netzwerkverbindungen mit NAT und VPN, elektronische Mail mit SMTP, POP, IMAP und MIME oder neue Technologien wie VoIP, SNMPv3 und IPSec. Nach der Lektüre der 688 Seiten dürfte sich der Leser in der Welt der Netzwerkprotokolle bestens auskennen.

„TCP/IP“ von Doug Comer gibt es im Terrashop derzeit für 24,95 Euro.

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2 Antworten auf IPv4 am Ende: Das Internet platzt aus allen Nähten

  1. Ralf sagt:

    Das ist schon armselig das man als Kunde erst so einem Kindergarten wie „Facebook“ beitreten muss damit man was von der 15-Jahre Aktion hat. Zum Glück können Bücher bestellt werden ohne „Facebook“.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ein Kunde!

    • Christian Lanzerath sagt:

      Hallo Ralf,

      da hast du die Teilnahmebedingungen nicht ganz richtig gelesen. Es genügt auch, einen Kommentar unter dem Gewinnspiel-Artikel hier im Blog zu hinterlassen, um an der Verlosung teilzunehmen. Facebook ist kein Muss, um gewinnen zu können.

      Gruß,
      Christian